Zur Geschichte unserer Pfarrkirche

Die Pfarrkirche in Crostwitz vor dem Jahr 1769
Kirchenneubau von 1771
Innenansicht vom Neubau 1771
Die Pfarrkirche nach dem Innenumbau 1899
heutige Innenansicht der Pfarrkirche

Anfänge der Pfarrei und Kirche in Crostwitz

Crostwitz war schon in vorchristlicher Zeit ein religiöses Zentrum der sorbischen Oberlausitz. An der Stelle der heutigen Pfarrkirche befand sich damals ein heidnischer Tempel. Bischof Benno (Bischof von Meissen von 1066-1106) brachte damals unseren Vorfahren den christlichen Glauben und ließ hier eine kleine Holzkirche zur Ehre der heiligen Apostel Simon und Juda Thaddäus errichten. Die Gründung der Pfarrei wird in das Jahr 1225 gelegt. Vorher gehörte diese zur Pfarrgemeinde Göda.

Bereits 1482 wurde in der Crostwitzer Kirche ein Marienaltar errichtet. Gespendet hatte ihn die Äbtissin Barbara aus Nostitz. Im Jahr 1508 wurde der neue Kirchturm mit erst einmal zwei Glocken errichtet.

Erweiterungsbau im Jahr 1680

In den Kirchturm wurden fünf Glocken eingebaut. Gleichzeitig wurden die Statuen der heiligen Apostel Simon und Juda Thaddäus, Laurentius und Pankratius, vom Schweizer Künstler Hersch gefertigt und in der Kirche aufgestellt. Diese Statuen wurden von Crostwitzer Wohltätern gestiftet.

Neubau der Pfarrkirche von 1769 bis 1771 im Barockstil

Am 27. Oktober 1771 weihte der aus Crostwitz gebürtige Bischof Jacob Johann Wosky die neugebaute Pfarrkirche. Neben dem Hauptaltar hatte die Kirche vier Nebenaltäre, geweiht der heiligen Muttergottes Maria, dem heiligen Sebastian, der heiligen Familie und dem heiligen Petrus. Im Jahr 1773 wurde die erste neue Orgel eingebaut. Das große Bild des Hauptaltares, Christi Himmelfahrt, malte 1865 der Dresdner Künstler Professor Erhardt. Im gleichen Jahr ließ der Crostwitzer Jacob Deutschmann die fünf Glocken in Kleinwelka neu gießen.

Umbauarbeiten Ende des 19. Jh.

In den Jahren 1898/99 erhielt die Crostwitzer Kirche unter der Leitung des Baumeisters Rocho aus Zerna das neue Ziegelgewölbe. Weiterhin wurden der große Altarraum und die zwei Seitentürme mit Treppen zu den Nebenchören erbaut. Am 29. Oktober 1899 weihte Bischof Ludwig Wahl, in Begleitung von Kanonikus Georg Wuschansky (später bisher letzter sorbischer Bischof), den neuen Altarraum. Baumeister Rocho entwarf auch die neue Kanzel, die der Tischler Bilk aus Piskowitz anfertigte. Für zwei Fenster im Altarraum, auf denen die heiligen Simon und Judas Thaddäus dargestellt sind, spendeten großzügig die Gemeindemitglieder.

Im Jahr 1910 wurde in der Kirche die erste elektrische Anlage installiert und am 30. September 1923 vier neue Bronzeglocken geweiht

Umbauarbeiten im 20. Jh.

In den 1950er Jahren wurde der Doppelchor abgerissen, zwei Nebenaltäre  (hl. Familie und hl. Petrus) abgebaut und die Kanzel zum neuen Standort gebracht. Am 11. September 1955weihte Bischof Dr. Otto Spühlbeck drei neue Glocken im Te-Deum-Motiv.

In den Jahren 1968/69 ließ Pfarrer Georg Krahl den neuen Außenputz anbringen und die Kirchtürme mit Kupferplatten bedecken.

1970 wurden die Nebenaltäre hl. Maria und hl. Sebastian abgebaut.

Am 2. Januar 1988 begann die Ausräumung und Sanierung des Kircheninnenraums. Mit der neuerbauten Orgel der Firma Eule aus Bautzen endete 1990 der bisher letzte Umbau der Pfarrkirche.

Neues aus jüngster Vergangenheit

Mit Erneuerung der Sebastianbruderschaft im Jahr 2000 spendete die Bruderschaft einen neuen Nebenaltar zu Ehren des hl. Sebastian auf der Südseite des Kirchenschiffes. Ein Jahr später erfolgte die Einweihung des Nebenaltars zu Ehren der hl. Muttergottes Maria auf der Nordseite des Kirchenschiffes.

zurück | nach oben
Impressum und Datenschutz | Impresum a škit datow