Fronleichnam - Hochfest des Leibes und Blutes Christi

Über das Fronleichnamsfest schreibt Papst Urban IV.:

„Auch wenn die Eucharistie täglich gefeiert wird, halten wir es für richtig, dass ihrer wenigstens einmal im Jahr feierlich und mit besonderer Verehrung gedacht wird. Die anderen Dinge, derer wir gedenken, erfassen wir mit dem Geist und mit dem Verstand, doch sie werden uns deswegen nicht real präsent. In diesem sakramentalen Andenken Christi jedoch ist Jesus Christus – wenn auch in anderer Form – in seiner Substanz gegenwärtig und mit uns. Denn während er zum Himmel auffuhr sagte er: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20).“

Am Fronleichnamsfest erinnern wir uns an die Einführung des heiligen Sakraments der Eucharistie am letzten Abendmahl an Gründonnerstag. Weil in der Karwoche keine großen Festlichkeiten möglich sind um diesem Anlass gerecht zu werden, ist die Verehrung der Eucharistie auf den Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag gelegt worden.

In unserer Pfarrei wird das heilige Sakrament der Eucharistie sowohl in der Pfarr- als auch in der Klosterkirche am Donnerstag und am Sonntag nach dem Dreifaltigkeitsfest mit einem festlichen Gottesdienst sowie einer Andacht, jeweils mit Prozession geehrt.

Besondere Bedeutung hat dieses Fest für uns Sorben, weil unser Glauben und unsere Kultur offen in die Welt hinaus getragen wird. Tradition ist es, dass viele Mädchen als Družki die Prozession anführen. Seit einigen Jahren legen auch immer mehr Jugendliche und verheiratete Frauen zu diesem Anlass die sorbische Festtracht an. Männer und Jungen gehen grundsätzlich im schwarzen Anzug.

Die Straßen sind mit kleinen Birken geschmückt und mit Gras bestreut. Aus vielen Dachfenstern wehen kirchliche und sorbische Fahnen. Die Prozessionen werden musikalisch durch Blaskapellen begleitet.

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